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Dies sollte uns diesmal nicht mal passieren! Deswegen haben wir uns schweren Herzens von dem sonst – auf Grund des direkt am Vorfeld liegenden Hotels und der unkomplizierten Atmosphäre ohne Sicherheitsschnick- schnack - so hervorragend geeigneten Flugplatz Donaueschingen zu verabschieden müssen und sind auf die Suche nach anderen Veranstaltungsorten gegangen. Anfang des Jahres sind Thomas und ich deswegen durch die Republik gereist,
um Alternativen zu Donaueschingen zu finden. Das war nicht leicht denn der gesuchte Platz sollte mindestens über ein ILS verfügen, ein Hotel direkt am Platz haben und in Sachen Security so organisierbar sein,dass der Zugang zu unseren geliebten Mooneys nicht spröde wird. Nach einigem Hin und Her fiel die Wahl auf Erfurt, weil dieser Platz eine hervorragende Infrastruktur bietet und weil Flughafen, Behörden und Flugsicherung uns signalisierten, dass sie sich ins Zeug legen würden, wenn wir zusagten. Das war ein Angebot, das man nicht ausschlagen konnte! Selten wird der Allgemeinen Luftfahrt heutzutage eine solche Lobby eingeräumt und das obwohl die latente Gefahr bestand, dass die Lärmgegner dem Flughafen Erfurt bei so viel ungewohntem Verkehr im Luftraum, wieder das Leben schwer machen würden.
 
Somit war also die Wahl des Austragungsortes getroffen und das dritte Mooney Proficiency Training sollte nach den Jahren 2007 und 2010 in diesem Jahr in Erfurt stattfinden. Auch ich fand mich in einer vollkommen neuen Rolle wieder: während ich bei den letzten beiden Malen als Teilnehmer das Vergnügen hatte, von extrem erfahrenen Mooney-Instruktoren immer tiefer in die fliegerischen Möglichkeiten dieses besonderen Flugzeugmusters eingewiesen zu werden und meine persönlichen Fertigkeiten im Umgang mit dieser unverwechselbaren Maschine trotz meiner 20 jährigen persönlichen fliegerischen Laufbahn mit Mooneys zu erweitern, kam mir dieses Jahr die Ehre zuteil, von der EMPOA und der MAPA Safety Foundation als Mooney Instructor ernannt worden zu sein und als solcher das Geschehen von der rechten Seite des Cockpits zu erfahren.
 
Doch was macht dieses spezialisierte Typentraining beim EMPOA Mooney Proficiency Training so besonders und unterscheidet es von den vielen anderen Lehrgängen und Sicherheitstrainings? Wie ich bereits erwähnt habe, findet das Training mittlerweile zum dritten Mal in Europa statt. Die EMPOA führt es in Kooperation mit der amerikanischen MAPA Safety Foundation durch, welche sich vor 25 Jahren aus Mangel von geeigneten Einrichtungen gegründet und zur Aufgabe gemacht hat, ein Flugtraining speziell für die Mooney auszuarbeiten. Dementsprechend verfügt die MAPA Safety Foundation über eine lange Geschichte und entsprechend erfahrene Fluglehrer, die wirklich fundiertes Wissen über die fliegerischen und technischen Belange dieses Flugzeugs vorweisen können. Wo findet man hier in Europa schon Piloten, die auf 5.000h reiner Flugzeit auf der Mooney zurückblicken und das daraus resultierende Wissen gut aufbereitet und kompetent weitergeben können?
 
Damit dieses Wissen auch den europäischen Mooniacs zugänglich gemacht werden kann, bietet die EMPOA mit der MAPA Safety Foundation zusammen dieses Training in Europa an und bildet dabei geeignete Fluglehrer zu Mooney-Instructors aus. Die Voraussetzungen dafür sind anspruchsvoll: neben der obligatorischen Teilnahme an einem Mooney Proficiency Training müssen alle neuen Kandidaten zusätzlich zu der Lizenz als Fluglehrer mindestens eine Instrumentenflugberechtigung, idealer Weise einen CPL besitzen, sowie Eigner einer eigenen Mooney mit einer Flugerfahrung auf Mooney-Modellen von mindestens800-1000h sein. Diese typenspezifische Erfahrung ist wichtig, damit man die Besonderheiten dieses Flugzeugmusters kennt und dem¬ent¬sprech¬end spezialisiert schulen kann. Es ist nämlich leider genau das Problem, dass wir hier in Europa sehr viele erfahrene Piloten und Fluglehrer haben, jedoch die wenigsten davon gleichzeitig auch auf wirklich fundierte Erfahrung mit Mooneys zurückgreifen können. Fragt doch mal Euren Fluglehrer oder Einweiser für die Mooney, worin der Unterschied zwischen einer M20J, M20K und M20M liegt? Und an welchen Punkten eine Long-Body anders geflogen werden muss, als eine Short-Body? Das können wohl die Wenigsten sagen, die sich nicht intensiv mit der Mooney beschäftigen. Aber genau dieses Wissen wollen wir ja vermitteln! Viel zu häufig hört man immer wieder das Märchen, dass eine Mooney sehr schwierig zu fliegen und noch schwieriger zu landen sei. Ich möchte an dieser Stelle wirklich niemanden zu nahe treten, doch häufig ist es einfach so, dass der Fluglehrer nicht über ausreichend Erfahrung mit diesem Flugzeugmuster verfügt, deswegen Ängste und Unsicherheiten auf seinen Flugschüler übertragt und am Ende mit der falschen Technik geflogen wird. Die Mooney ist ein unglaublich gutmütiges und sicheres Flugzeug, wenn man sie richtig fliegt und die Technik einmal richtig gezeigt bekommt. Und eine so gewonnes neue Vertrauen wirkt sich nicht nur positiv auf die Sicherheit, sondern auch auf den Flugspaß aus.
 
Und genau das ist das Ziel des Mooney Proficiency Trainings. Ganz individuell nach den Fähigkeiten und Erfahrungsstand des jeweiligen Piloten, soll der Erfahrungshorizont erweitert werden und der Betriebsbereich dieses Flugzeugs unter Sicht- und Instrumentenflugbedingungen demonstriert werden. Als Ergebnis wird dabei angestrebt, die Grenzen des Flugzeuges und sein Verhalten besser kennenzulernen und damit das Zuversicht und die Sicherheit zu bestärken.
Bei dem Training sind die Sorties sehr vielfältig: angefangen über den richtigen Außencheck der Mooney und der neuralgischen Punkte (wer weiß schon genau, wie die Wheel-Well aussehen sollte, wann ein Tail-Shake als kritisch eingestuft werden muss, und welche Schraube für ein Inflight-Emergency verantwortlich sein kann) geht es über unterschiedliche Anflug- und Landetechniken - auch für Short- oder Softfield-Bedingungen, Stalls & Falls, Power Settings & Engine Management, Notfallverfahren bis hin zum Ausleiten aus ungewöhnlichen Flugzuständen, Partial Panel in IMC-Bedingungen, Spiral Demonstration und Langsamflug. Ja – wir Mooniacs lieben es, schnell zu fliegen, aber viel wichtiger ist es, die Mooney auch im Langsamflug zu beherrschen. Und dieser fängt nicht schon bei 100kt an? Nein, es wird eindrücklich demonstriert, wie sich die Mooney im Buffeting verhält und man dabei sogar noch koordinierte Kurven fliegen kann, ohne in Gefahr zu geraten, dass die Mooney ins ungewollte und tatsächlich sehr aggressive Trudeln übergeht. Wenn man weiß, dass Die Mooney auch noch mit unter 60kt fliegt, wie sie sich dann anfühlt und welche Signale sie an den Piloten weitergibt, braucht beim nächsten Mal nicht bei 70kt im Endteil feuchte Hände zu bekommen und dabei die Sorge haben, dass der Flieger gleich vom Himmel fällt.
Oder wer hat sich schon einmal getraut, die Mooney vollständig sich selber zu überlassen? Die Hände von Steuerhorn zu nehmen und in den Schoss zu legen, die Füße aus den Pedalen zu nehmen und vor sich auf den Boden zu stellen und dann zu schauen, was passiert? Auch wenn die Mooney in den Sinkflug übergeht und über die Längsachse rollt. Und das nicht nur für 5-10 Sekunden, sondern im Zweifelsfall über mehrere Minuten. Jetzt kommt ein mulmiges Gefühl auf? Insbesondere mit den Kommentaren des Einweisers im Hinterkopf, dass die Mooney ein ganz unberechenbares Flugzeug sein kann? Ganz zu Recht, wenn man nicht weiß, was der Flieger macht und worauf man achten sollte. Doch das Gegenteil der Unberechenbarkeit und des Ausgeliefert sein ist der Fall! Dies muss jeder Pilot jedoch selbst erfahren und gezeigt bekommen, denn natürlich gibt es auch Grenzen bei diesem Muster. Die Mooney unterscheidet sich eben von vielen anderen GA-Flugzeugen, insbesondere auch deswegen, weil jede Mooney handgefertigt, damit ein Einzelstück ist und sich jedes Fabrikat ein kleines bisschen anders verhält. Doch die entscheidende Message in all diesen Situationen ist: „Du fliegst das Flugzeug und das Flugzeug fliegt nicht Dich!". Es geht hier ausdrücklich nicht um Adrenalin-Kicks im Grenzbereich und kopfloses Harakiri von draufgängerischen Männern, sondern um das Verständnis und das rechtzeitige und richtige Erkennen von Grenzen und die Verbesserung der eigenen Fertigkeiten mit dem Ziel die Sicherheit zu fördern.
Nun mag manch einer denken: „Jetzt habe ich meine Mooney schon seit 5 Jahren und bin bereits über 300 Stunden mit ihr geflogen – was soll ich denn da noch lernen?". Dazu kann ich nur sagen, dass bisher noch kein Teilnehmer nach Hause geflogen ist und behauptet hätte, das Essen und die Stimmung wäre zwar Klasse gewesen, aber ansonsten wäre es eine pure Geldverschwendung gewesen. Jeder kann mit der richtigen Einstellung immer etwas dazulernen oder optimieren bzw. sich in seinen Techniken von erfahrenen Piloten bestätigen lassen. Mooney-Piloten sind häufig anspruchsvolle Piloten, die oft als Technikfanatiker und Perfektionisten ihr eigenes Flugzeug kennen und beherrschen wollen. Deswegen ist der Ruf von Mooney Piloten bei den Fluglotsen auch so gut, denn diese Piloten wissen, was sie tun und man kann sich auch in komplexeren Verkehrssituationen auf sie verlassen. Natürlich trifft das nicht auf alle Mooney-Piloten zu, aber mit Sicherheit auf die, die an einem solche Training freiwillig teilnehmen und an ihren eigenen fliegerischen und technischen Fertigkeiten arbeiten wollen. Allerdings ist dies auch nicht immer mit einer einmaligen Teilnahme getan, denn sowohl die Zeit als auch die Aufnahmefähigkeit des Piloten ist begrenzt. Nicht zuletzt deswegen, hatten wir bei diesem Training Teilnehmer dabei, die bereits das dritte Mal teilnahmen und immer noch von neuen Trainingserfolgen berichtet haben. Ich kann also jeden nur ermutigen, von diesem Angebot der EMPOA Gebrauch zu machen – denn das nächste Training kommt bestimmt!
 
Doch nach diesem kleinen Ausflug und den intensiven Einblick in die Inhalte und Ziele des Mooney Proficiency Trainings kommen wir schnell wieder zurück auf die diesjährige Veranstaltung in Erfurt!
Nachdem also die Wahl des Austragungsortes getroffen war, haben wir natürlich regelmäßig das Wetter in Thüringen gecheckt – und waren zufrieden! Selbst wenn im Süden Stauwetterlagen waren oder der Norden durch Sturmtiefs gepeinigt wurde - in Thüringen herrschte überwiegend gutes Flugwetter!
Nur eben in der 25. Kalenderwoche nicht! Zu Beginn der Woche waren es noch einzelne Schauer oder Schauerfronten die über die Republik zogen; aber am Mittwoch der Woche entwickelte sich eine schleifende Front über Mitteleuropa und blieb auch über Thüringen liegen. Dabei wollten Thomas und ich doch schon an diesem Tag nach Erfurt fliegen, um noch einige Vorbereitungen zu treffen und um insbesondere unsere amerikanischen Mooney-Freunde von der MAPA Safety Foundation willkommen zu heißen. Nach dem Studium der Wetterkarten wurde uns klar: Das wird schwierig! Obwohl bei uns in Bremen die Sonne schien, herrschte in Erfurt zur Mittagszeit solides IMC. Also beschlossen wir, dass Thomas zur Sicherheit mit dem Zug nach Erfurt vorfährt, damit der Zeitplan nicht in Gefahr geriet und ich versuchen würde, später am Abend bei besseren Wetterbedingungen mit der Mooney nachzukommen. Aber daraus wurde nichts, denn abends herrschten in Erfurt eher CATIII Bedingungen, anstatt der versprochenen Verbesserungen. Thomas berichtete live aus Erfurt, dass teilweise sogar der Tower in EDDE im Dunst verschwand. Also vertrösteten wir uns auf den nächsten Tag, mit der Hoffnung, dass sich dann das Wetter entsprechend verbessern würde.
 
Doch auch die Amerikaner hatten mit unerwarteten Schwierigkeiten bei der Anreise nach Erfurt zu kämpfen: wegen eines verpassten Anschlussfluges in den USA trafen sie erst spät am Abend in Erfurt ein. Allerdings ohne ihr Gepäck, welches irgendwo auf der Strecke noch liegen geblieben ist. Das sollte also der Start für ein erfolgreiches Wochenende sein? Nichts desto trotz freuten wir uns, das erfolgreiche Instruktoren-Team des letzten Trainingsprogramm wieder in Europa begrüßen zu dürfen: Bud Johnson, John Pallante, Bruce Jaeger, Jack Napoli und Richard Lytle war kein Weg zu weit, um uns hier in Deutschland bei dem Training maßgeblich zu unterstützen.
Der nächste Morgen hatte wettermäßig nur eine geringe Verbesserung gebracht und das, obwohl an diesem Tag bereits ein erstes Programm für die neuen EMPOA Instruktoren anstehen würde. Umso erfreulicher war es, dass diese ihre besonderen Qualifikationen gleich unter Beweis stellen mussten und trotz schwieriger Wetterbedingungen, pünktlich am Flughafen eintrafen. Leonard van Linschoten, Matthias Winkler und Alexander Haselmann vervollständigten damit das Team der Fluglehrer von der europäischen Seite.
Doch bevor das Programm starten konnte, mussten ohnehin erst einmal Grund-bedürfnisse befriedigt werden. Ohne Zahnbürste, Unterwäsche, Toilettenartikel und keiner gesicherten Aussicht auf das Eintreffen des verlorenen Gepäcks, herrschte eine gewisse Unruhe innerhalb der Truppe. Deswegen ging es zunächst in eine nah gelegene Shopping-Mall, damit alle sich für die nächsten Tage provisorisch ausrüsten konnten.
Gegen Mittag gab ich dann meinen IFR-Flugplan nach EDDE auf und machte mich auf den Weg. Der Flug war ereignislos, flog ich doch unter Sichtflugbedingungen im Sonnenschein Richtung Erfurt, aber nach Abhören der ATIS war klar, dass der Anflug auf Erfurt ein bisschen anspruchsvoller werden würde: Lediglich gute 100ft über dem Minimum in etwa 300ft AGL kam ich aus den Wolken und sah die Landebahnbefeuerung vor mir – an einen VFR-Flug nach Erfurt war an diesem Tag wahrlich nicht zu denken.
 
Im Hotel angekommen, fand ich unsere Amerikaner und die europäischen Instruktoren gut gelaunt beim Mittagessen vor. Man tauschte erste Eindrücke und Erfahrungen aus und freute sich über ein Wiedersehen. Gleich danach ging es die paar Schritte hinüber zum Flughafen, der uns gleich in seinem VIP-Raum unterbrachte, um dort das „Train-a-Trainers"-Briefing durchzuführen. Wir hatten uns dafür einen ganzen Tag reserviert, weil im Unterschied zu den vorigen Trainings diesmal drei deutsche Fluglehrer neu hinzukommen sollten, die in die Philosophie und Struktur des MAPA Safety Foundation Trainings eingewiesen werden mussten. Das hatten wir so geplant, weil zum Einen mit 6 Instruktoren die anstehenden 30 Teilnehmer nicht zu bewältigen gewesen wären, aber insbesondere weil wir diese Kooperation mit der MAPA Safety Foundation ganz bewusst dazu nutzen wollen, auch eigene Kapazitäten von qualifizierten Trainern hier in Europa und innerhalb der EMPOA aufzubauen. Deshalb nahmen wir uns den Nachmittag Zeit die Spielregeln und die Philosophie des amerikanischen Trainings durchzusprechen. Dieses Briefing hat mich sehr beeindruckt! Ich kenne die Amerikaner mit ihrem Hang zu Drill von vorgefertigten Trainingsprogrammen. Amerikanische Trainer sind da sehr erfahren und pragmatisch – gleichwohl neigen sie dazu, sich auf die Einhaltung detaillierter Programmvorgaben zu versteifen. Davon war hier nichts zu verspüren. Bestanden wurde lediglich darauf, keine „Touch-and-Gos" zu fahren, sondern nach jeder Landung zum Startpunkt zurück zu rollen, das Flugzeug aufzuräumen ein kurzes Debriefing auf dem Taxiway durchzuführen, um dann wieder zu starten. Darüber ließen sie auch nicht diskutieren, sondern verwiesen darauf, dass sie damit gute Erfahrungen gemacht haben und wir uns in diese Verfahrensweisen einzuordnen hätten. Hierbei ginge es nicht nur um uns, sondern auch um den Ruf der MAPA Safety Foundation. Man mache dieses Training jetzt seit 25 Jahren und dabei sei kein Unfall passiert – dabei soll es bleiben! Diese Begründung war überzeugend genug und in der folgenden Diskussion offenbarte sich dann, dass es der Foundation nicht darum geht, ein vorgefertigtes Programm abzuspulen, sondern individuell fliegerische Kompetenzen zu entwickeln. Auf den Punkt gebracht, geht es nicht um Drill, sondern unsere amerikanischen Freunde schilderten beredt, dass es darum gehe, die Mooney-Piloten aus ihren vertrauten Procedures zu locken, um Grenzerfahrungen zu erfahren und zu vermitteln, wie man mit den Systemen einer Mooney umgeht. Dieser kompetenzorientierte Ansatz war äußerst überzeugend. Aber sowas kann auch nur jemand postulieren, der die Systeme kennt und in der Lage ist, kompetenzorientiert auszubilden. Aber das ist ja nicht die Schwäche unserer amerikanischen Freunde. Wer 16.000 Stunden in GA-Flugzeugen hat, wovon der Hauptteil auf Mooneys fällt, kann so etwas sagen und das dann wohl auch beurteilen. Ich finde das toll! Ich habe zwar selbst nicht so eine exorbitant hohe Flugerfahrung wie unsere amerikanischen Kollegen – aber das ist genau die Philosophie, in die ich in den letzten Jahrzehnten hineingewachsen bin und an die ich als Fluglehrer glaube. Man kann nur vermitteln, was man selber erlebt und durchdacht hat und an dem man selber gewachsen ist. Aber deshalb machen wir das ja.
 
 Nach dem Briefing ging es gemeinsam kurz aufs Vorfeld. Unsere Veranstaltung hatte wohl für Aufsehend gesorgt, denn ein Fototermin mit der lokalen Presse wartete. Doch das Wetter blieb schlecht, sodass sich die Parkpositionen leider nicht weiter gefüllt hatten. Trotz allem öffnete Thomas das Tor zu einem kleinen Hangar, der uns vom Flughafen Erfurt direkt im Sicherheitsbereich als Homebase für diese Veranstaltung zu Verfügung gestellt wurde und in dem alles auf die Ankunft von 25 Mooneys vorbereitet war. Ein roter Teppich war ausgelegt, Flaggen säumten den Eingang, Tische und Bänke standen für die Ankömmlinge bereit und ein kleines Buffet mit Kuchen und Thüringer Bratwurst samt Schwarzbier und Sekt stand als Willkommensgruß bereit. Aber leider umsonst – das Wetter hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und lediglich 3 weitere Mooneys fanden sich an diesem Abend noch am Erfurter Flughafen ein! Also nahmen wir ersatzweise die Plätze an Tischen und Bänken ein, um wenigstens etwas von den bereitgestellten Vorräten zu naschen. Doch die zunächst etwas melancholische Stimmung bei Bratwurst und Bier legte sich schnell, als Paul Diestelkamp vom Tower Erfurt der Deutschen Flugsicherung zum Briefing erschien: Das hatte es in sich! Paul Distelkamp legte ein detailliert ausgearbeitetes Konzept vor, das nicht nur durch NOTAMS abgesicherte Trainingsräume - ausschließlich für uns Mooneys - rund um Erfurt für unser Training umfasste, sondern auch ein Konzept enthielt, wie mit zusätzlichen Supervisoren in München die IFR-Approaches auf Leipzig und Erfurt verteilt werden sollten. Unsere amerikanischen Freunde waren baff! Temporär gesperrte Lufträume gibt es in USA nur für den amerikanischen Präsidenten oder die Militärs. John Pallante, selbst ehemaliger Towerlotse aus New York und Philadelphia und heute Berater für die amerikanischen Flugsicherheitsbehörden, konnte es kaum fassen und versprach das Briefingdokument der FAA vorzulegen, damit die so etwas auch in den USA hinbekommen. Deutschland als Vorbild in der Luftfahrt – das gibt es wahrlich nicht häufig! Weiter erläuterte Paul Distelkamp die eigens für die Veranstaltung definierten Platzrunden und schärfte uns ein, welche Orte dabei aus Lärmschutzgründen nicht überflogen werden sollten. Etwas verwundert nahmen die Amerikaner zur Kenntnis, dass insbesondere der Hauptfriedhof südlich des Platzes dabei hervorgehoben wurde. Ruhe über dem Friedhof - so etwas kennen sie nur von spirituellen Naturvölkern, die sich um die Gnade der dort lebenden Geister sorgen! Aber derart komplizierte Lärmschutzverordnungen und Auseinandersetzungen mit Anwohnern kennt man im Land der (fliegerischen) Freiheit einfach nicht, sondern man gönnt sich einfach gegenseitig die Besonderheiten des Lebens. Doch da sind die Deutschen wohl etwas anders gestrickt!
So ging der Tag zu Ende und wir hofften alle, dass eine nachts durchziehende Gewitterfront die gewünschte Wetteränderung bringen würde.
 
So war es dann auch! Der Freitag startete mit strahlendem Sonnenschein. Schnell eilten wir nach dem Frühstück auf das Vorfeld, um die ankommenden Mooneys in Empfang zu nehmen. Und sie kamen dann zu unserer Freude auch! In schneller Folge fielen mehr als 20 Mooneys in EDDE ein und bevölkerten bald eindrucksvoll das große Vorfeld des Erfurter Flughafens. Die Besatzungen wurden begrüßt und willkommen geheißen und ins angrenzende Airport Hotel gelotst, damit der Ground-Course mit zweistündiger Verspätung beginnen konnte. Den ganzen Tag über lauschten die 30 Teilnehmer den unterhaltsam-kompetenten Vorträgen über „Fly by numbers", „Emergency Procedures", „Decision making" und „Maintenance", die ganz speziell auf die Mooney ausgerichtet waren.
Ich hatte an dem Tag die schöne Aufgabe, drei Copilotinnen einen Pinch-Hitter Kurs auf der Mooney zu bereiten. Morgens war auch für die Damen Theorie angesagt und nach dem Mittagessen ging es dann ans praktische Fliegen. Jede Teilnehmerin sollte lernen, wie man eine Mooney in den Basisfunktionen bedient, wie man Kurven auf vorgegebene Headings fliegt und wie man einen Approach samt Sinkflug auf einen fixen „Aiming-Point" organisiert. Am Ende sollte jede Teilnehmerin in der Lage sein, einen selbständigen Landeanflug inklusive Landung zu meistern. Dieses ehrgeizige Ziel haben wir diesmal leider nicht geschafft, weil ein starker und böiger Seitenwind diese Aufgabe nicht machbar werden ließ. Doch in den jeweils zwei Flugstunden hat jede Teilnehmerin wesentliche Basisfähigkeiten erworben, eine Mooney zu steuern und – fast noch wichtiger – sehr viel Zutrauen zu diesem Flugzeug gefunden. Wir Piloten unterschätzen häufig, wie sehr sich unsere mitfliegenden Copilotinnen dem Flugzeug ausgeliefert fühlen – insbesondere dann, wenn wir alles alleine machen und sie nicht in die Flüge einbeziehen. Dann versteht man eben nicht, was um einen herum passiert, welcher Hebel und welches Geräusch wofür verantwort¬lich sind und was der Sinn von Prozeduren wie z.B. Platzrunden ist.
 
Dieser Kurs hat mir viel Freude bereitet, weil ich von Flug zu Flug zuschauen konnte, wie das Zutrauen meiner Schülerinnen in die eigenen Fähigkeiten wuchs und sie die Steuerung des Flugzeuges immer mehr übernahmen. Aber ich hatte auch tolle Schülerinnen, die mit Konzentration und Engagement bei der Sache waren und es war wirklich sehr schade, dass wir es nicht bis zu den Landeübungen geschafft haben. Bei ruhigem Wetter hätten wir das hinbekommen – da bin ich sicher, denn beim letzten Mal war es auch so! Aber unabhängig davon haben sie genug mitbekommen, was sie als Mitfliegerinnen weiter vertiefen und festigen können. Wir werden diesen Pinch-Hitter Kurs deswegen auch zukünftig als festen Baustein im Programm anbieten – gerade weil er so gut mit dem Sicherheitsaspekt dieser Veranstaltung harmoniert - auch wenn dieser bei den Amerikanern nicht so beliebt ist. Bud Johnson erzählte mir, dass man im Rahmen der MAPA Safety-Foundation auch derartige Kurse angeboten habe, diese aber nicht gut angenommen wurden. Offensichtlich sei es für die amerikanische Seele schwerer vorstellbar, Flugzeug und Frau in andere Hände zu geben.
Bedingt durch den verspäteten Kursbeginn zog sich die Fliegerei bei mir in den Abend hinein, sodass ich das touristische Highlight des Abends nicht mitbekommen habe. Aber ich hörte, dass eine historische Straßenbahn aus DDR-Zeiten die Teilnehmer am Flughafen abgeholt hat, um sie dann durch die Stadt Erfurt zu fahren. Verbunden damit war eine geführte Sightseeing-Tour durch das alte Erfurt, die nicht nur unsere amerikanischen Gäste beeindruckte. Natürlich kennt jeder von uns den Namen Erfurt, aber wer hat schon präsent, dass diese Stadt eine der ältesten Universitäten Europas beherbergt und Martin Luther dort studierte. Auch die historische Altstadt mit ihrem imposanten Dom ist unerwartet beeindruckend. So beendeten wir diesen Tag dann passend bei einem gemeinsamen, mittelalterlichen Essen in den historischen Gewölben des Lutherkellers, der so tief von der Moderne (kein Handyempfang) abgeschottet war, dass einige Teilnehmer immer wieder nach oben gehen mussten, um den Spielstand des EM-Viertelfinales Griechenland-Deutschland zu erfahren.
 
Der Samstag war dann Flugtag! Das Wetter war gut, wenn auch windig. Schon früh am Morgen zogen die Crews zum Vorfeld, auf dem sich mittlerweile 25 Mooneys eingefunden hatten. Immer wieder ein beeindruckendes Bild! Kurze Zeit später wurde es auch richtig lebendig am Flughafen. Denn jeweils 9 Mooneys wollten in die Platzrunde bzw. in die Trainingsräume, um ihre Übungsprogramme abzufliegen. Das bedeute viel Arbeit für die Controller, die mit Ground, Apron und Tower den Verkehr auf 3 Frequenzen professionell am Platz organisierten. So sah man den ganzen Tag über an- und abfliegende Mooneys, Crew-Changes und Briefings in der am Vorfeld angrenzenden Halle, wo Tische und Bänke Sitzgelegenheiten boten und neben Erfrischungen auch Kaffee und Kuchen für die Pausen angeboten wurden. Der Luftraum um Erfurt war an diesem Tag fest in der Hand von Mooneys und nur gelegentlich von anfliegendem Charterverkehr unterbrochen. „Was ist denn hier los?" hörte man an diesem Tag mehrfach erstaunt im Funk.
Die Arbeit von ATC war großartig! Ich selbst war an diesem Tag 6 Stunden in der Luft und war nur begeistert von der Flexibilität und Aufmerksamkeit der Controller. Auch das Fliegen mit meinen „Schülern" hat mir sehr viel Spaß gemacht, konnte ich doch „meine" Mooniacs an Flugübungen heranführen, die normalerweise nicht auf ihrem Übungsprogramm stehen, aber nun erkennbar das Zutrauen zu diesem Flugzeugmuster erhöhen. Es gibt nichts Schöneres für einen Flight-Instructor, wenn solche Inputs angenommen und akzeptiert werden.
So verbrachte ich den Tag überwiegend im Luftraum um Erfurt, bis am Spätnachmittag die Vorbereitung zum nächsten Höhepunkt des Gala-Dinners begann. Einleitend luden die Amerikaner die 54 anwesenden Personen zur „social-hour", bei der man sich in der Lobby des Hotels beim Cocktail ins Gespräch vertiefte, bevor es dann gemeinsam in den Banquet-Saal ging. Das Restaurant hatte ein schönes Menü vorbereitet, Bier und Wein war reichlich vorhanden und nach dem Hauptgang eröffnete Thomas den Reigen für ein paar persönliche Worte und den Danksagungen gegenüber allen Teilnehmern. Jeder Pilot bekam eine Teilnehmerurkunde und eine Erinnerung an Erfurt übergeben, begleitet von einer Präsentation der zugehörigen Mooney und die Damen erfreuten sich an den gereichten Blumensträußen. Auch Maurice Lohrke, der als Vertreter des Flughafens bei dem Dinner eingeladen war, wurde für sein Engagement und seine Unterstützung geehrt. Denn es war keineswegs selbstverständlich, was der Flughafen und seine Mannschaft für die erfolgreiche Durchführung unseres Events geleistet haben. Wie üblich saßen die Mooniacs dann noch lange zusammen und die Gespräche, so hörte man, kreisten nicht nur um Mooneys.
 
Sonntag war wieder Fliegen angesagt. Auch heute starteten neun Crews gleichzeitig in den Erfurter Himmel um den 2. Teil des Programms abzufahren, der in den meisten Fällen aus IFR-Übungen bestand. Auch hier unterstützte ATC wieder vorbildlich! Fast den ganzen Tag waren über dem Erfurt-VOR bis zu 6 Mooneys im Stack, um von dort aus Anflüge auf Erfurt und die Parallelbahnen von Leipzig zu fliegen. Da hatten die Controller inklusive des Auszubildenden manchmal schon alle Hände voll zu tun. Aber wann immer John Pallante im Cockpit saß, merkten sie, dass da einer nicht nur einen guten Job als Flight-Instructor machte, sondern gleichzeitig eine exzellente Übersicht über die Gesamtsituation hatte und teilweise sehr hilfreiche Empfehlungen aus der Luft geben konnte. Das hat Eindruck gemacht! Auch dieser Tag war reichlich mit Übungsfügen gefüllt und im Unterschied zu den letzten beiden Trainings-Events in Donaueschingen ließ Wetter und Zeit es zu, dass alle Teilnehmer ihr Programm auch geordnet abfliegen konnten. Am Nachmittag frischte der Wind weiter auf und die 21-30kt Seitenwind waren fast wie bestellt, damit die Mooniacs unter anspruchsvollen Trainingsbedingungen lernen konnten, wie man einen solchen Seitenwind sicher meistert. Auch das war für viele eine neue Erfahrung. Wer Pause hatte oder schon fertig war, konnte in dem kleinen Hangar am Vorfeld den Tag über interessante Präsentationen und Vorträge hören oder dem Workshop von Bruce Jaeger über Mooney Maintenance direkt an der Maschine beiwohnen. Bereits am Vortag gab es begleitend eine Reihe Präsentationen oder Erlebnisberichte von Mitgliedern der EMPOA: So wurde über eine Reise nach Afrika mit der Mooney berichtet, über neue Enteisungsmethoden, Einsatz von moderner Avionik und medizinische Erkenntnisse erzählt und sogar ein Vertreter der Firma TopMeteo war speziell zu diesem Event angereist, um sein Flugwettersystem Wetter-Jetzt.de den interessierten Piloten zu präsentieren.
 
Am frühen Nachmittag begann sich das Vorfeld zu leeren. Wer sein Programm abgeflogen hatte, machte sich auf den Heimweg. Denn ein neues Schlechtwettergebiet zog heran und hatte schon den Norden der Republik erfasst. Je früher man loskam, umso besser. So standen am Abend nur noch unsere Mooney und zwei weitere Mooneys auf dem Vorfeld, die ebenfalls erst am nächsten Tag zurück reisen wollten. Nachdem die letzten Teilnehmer abgeflogen waren, war Aufräumen angesagt. Der Caterer räumte die Tische und Bänke ein und Paul Distelkamp kam nochmal von Tower herunter, um sich von uns allen zu verabschieden. Man plauderte über das Event und Thomas nahm beruhigt zur Kenntnis, dass die ersten Landemeldungen per SMS eintrafen. Paul Distelkamp lud uns spontan auf seinen Tower ein, wo er mit John fachsimpeln konnte und beide überrascht viele Gemeinsamkeiten zu amerikanischen Systemen feststellten. Auf dem Rückweg zum Hotel erreichte dann mit einsetzendem Regen die angekündigte Front auch Erfurt – wir hatten also genau das freie Wetterfenster erwischt! Welch ein Glück!
 
Zum Abendessen trafen wir uns mit den Verbliebenen im Hotel und hielten Resümee: Die Amerikaner legten sofort dar, dass Erfurt mit seiner Infrastruktur und die Unterstützung die perfekte Location für dieses Training gewesen ist. So etwas müsse man selbst in den USA suchen. Auch waren die Amerikaner von der Entwicklung unseres EMPOA Trainings beeindruckt: 2007 sind wir mit 10 Mooneys, 13 Teilnehmern und 3 Instruktoren gestartet; 2010 waren es schon 21 Mooneys mit 24 Teilnehmern und 6 Instruktoren und diesmal 25 Mooneys, 30 Teilnehmer mit 9 Instruktoren insgesamt. Das sei schon ein beeindruckendes Wachstum und ein Zeichen, dass auch die europäischen Mooniacs Safety ernst nehmen. Aber unsere amerikanischen Freunde berichteten auch einhellig, dass ihnen das Training und der Aufenthalt viel Spaß gemacht habe, dieses Training wohl das Beste überhaupt gewesen sei und man gerne wiederkomme. Die ersten Pläne wurden schon geschmiedet, sodass eine Neuauflage des Mooney Proficiency Training nur von einer entsprechenden Teilnahme abhängen wird. Später saßen wir noch gemeinsam um den Tisch herum, tauschten Bilder aus und erzählten Geschichten über die Fliegerei - aber wir merkten auch, dass wir nach diesen aufregenden und erlebnisreichen Tagen müde und erschöpft waren. Also ging es früher zu Bett als sonst.
Am nächsten Morgen nahm ich Bruce Jaeger und Leonhardt van Linschoten in unserer Mooney mit zum Flughafen Münster/Osnabrück. Die beiden wollten weiter zum Seppe Airfield in Holland, um dort das nächste Projekt amerikanisch-europäischer Zusammenarbeit unter Mooniacs voran zu bringen. Zusammen mit der EMPOA möchte „Weep no more!" sein - unter der Führung von Bruce Jaeger entwickeltes - Verfahren zur Abdichtung und Neuversiegelung der Flächentanks nach Europa bringen, damit auch die europäischen Mooniacs von dieser Technologie profitieren können. Somit war man mit einem kurzen Flug ein Stück näher und mit der Mooney deutlich schneller unterwegs, als mit der Bahn von Erfurt. Es war ein schöner Flug über Norddeutschland, allerdings bei ruppigem Wetter. Besonders auffallend war jedoch, dass unsere Mooney wohl noch nie so viel Mooney-Kompetenz auf einmal an Bord hatte. Oder kann sich jemand daran erinnern, dass er mit einer Crew geflogen ist, die gemeinsam mindestens 10.000h reine Mooney Erfahrung zusammenbringt? Ihr könnt Euch wohl kaum vorstellen, wie einmalig dieser Flug gewesen ist und der arme Leonard musste unter den wachsamen Augen und den Ratschlägen der anderen beiden alten Hasen, die Mooney nach EDDG pilotieren.
 
Nach diesem Flug verabschiedete ich die Amerikaner und damit auch ein Mooney-Event, das sicher tiefe Spuren in meiner Erinnerung hinterlassen wird. Nicht nur wegen der ausgesprochen gelungenen Veranstaltung, sondern inbesondere wegen der zahlreichen unglaublich positiven Begegnungen in diesen Tagen und der Gewissheit, ein Teil einer außergewöhnlichen und einmaligen Gemeinschaft zu sein! Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass Mooniacs eine große, weltweite Familie und unglaublich interessante Menschen sind! Und so bedanke ich mich von dieser Stelle abschließend bei unseren amerikanischen Freunden, dass sie uns bereits zum dritten Mal geholfen haben, ein solches Training auf die Beine zu stellen und erfolgreich durchzuführen! Ich bedanke mich bei meinen Pinch-Hitter-Copilotinnen für das Vertrauen und die bereitete Freude und bei den Teilnehmern für Euer Engagement und Eure Unterstützung durch Eure Teilnahme und das konstruktive Feedback – ich hoffe, ihr habt viel mitnehmen können und gute fliegerische und persönliche Erlebnisse erfahren. Schließlich danke ich dem Flughafen Erfurt und der Deutschen Flugsicherung für die wirklich großartige Unterstützung. Und - Last, but not least - meinem Sohn Thomas für die Vorbereitung und Organisation dieser Veranstaltung. Ohne seine Taktkraft und seine außergewöhnliche Fähigkeit, solch schöne Events zu organisieren, wäre diese Veranstaltung nicht in dieser Form zustande gekommen. Dafür gebührt ihm Respekt aus der ganzen Community! Aus der Nähe habe ich beobachten können, wie viel Arbeit die Vorbereitung und Durchführung einer solch komplexen Veranstaltung ist, aber gleichzeitig auch feststellen dürfen, dass es ihm immer wieder eine Freude ist, die Gemeinschaft der Mooney-Piloten zu fördern und ihm die EMPOA sehr am Herzen liegt. Ein waschechter Mooniac eben und wir können dankbar sein, Ihn in unserer Mitte zu haben!
Mit Fliegergrüßen
 
Bernd Hamacher