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Mooniacs lieben Fliegen – haben aber auch nichts gegen nette Momente mit anderen Mooney-Piloten einzuwenden. Diese Erfahrung konnten zahlreiche EMPOA-Flieger vergangenes Jahr bei Tannkosh machen, wo wir mit knapp 30 Maschinen das zahlenmäßig größte Typen Fly-In gestellt und noch dazu eine tolle gemeinsame Zeit verbracht haben. Reisen und etwas Zeit für den Austausch unter Gleichgesinnten waren also die Prämissen, als es im Frühjahr an die Planung unseres EMPOA-Sommerausflugs ging. Gemeinsam mit dem Vorstandsteam Birgit und Rainer Hutz sowie Peter Krauss hatten wir uns darauf geeinigt, dass in diesem Jahr durch „flugfreie" Tage genug Zeit für ein interessantes Rahmenprogramm bleiben sollte. Außerdem sollte die Strecke distanzmäßig für alle machbar und nicht zu kostspielig werden.

 

Heraus kam die Idee eines Dreiecks: zuerst nach Jakabszallas (LHJK) in die ungarische Puszta und danach weiter nach Rijeka-Krk an der kroatischen Adriaküste. Mit Peter Marton in Ungarn und Familie Hutz in Krk waren auch ausgewiesene Kenner der jeweiligen Region bereit, die Organisation vor Ort zu übernehmen. Neben Landausflügen in Ungarn war ein Bootsausflug in Kroatien vorgesehen.

 

Um den Organisationsaufwand vertretbar und die Kosten im Rahmen zu halten, entschieden wir uns, daß die EMPOA nur ein Minimum an Festbuchungen vornehmen würde. Die Teilnehmer sollten sich in Kroatien selbst um die Übernachtung kümmern, es gab im kleinen Ort Punat ja auch einige Möglichkeiten. In Jakabszallas, einem wahren Kleinod der Fliegerei, hatte Peter Marton allerdings in Generalstabsmanier alles vorbereitet, da dort das Hotel direkt dem Flugplatz angegliedert ist und unsere Basis nur wenige Meter von Landebahn und Mooneys entfernt war.

 

Die Resonanz auf unsere Reise war gut, wenngleich auch nicht überwältigend. Aber wie so oft im Leben, kommen viele „auf den letzten Drücker" und am Ende hatten wir 13 gemeldete Pilotenteams mit zwölf Maschinen. Nicht alle konnten aufgrund von Terminen das gesamte Programm mitfliegen, manche wollten nur nach Ungarn, einige nur nach Kroatien.

Unser Anreisetag nach LHJK fiel auf einen Mittwoch: der 29. August bot ein stabiles Hoch über Zentraleuropa und für die meisten dürfte der Flug bei einer konstanten Rückenwindkomponente eine wolkenlose Reise mit wunderschönen Ausblicken gewesen sein. Wer noch nie in Jakabszallas war, der war sofort von der Atmosphäre dieser kleinen heilen Fliegerwelt begeistert. Die 600-Meter-Asphaltbahn mit golfplatzähnlichem Rasen drumherum und die vielen Einrichtungen von Hotel, Fitness-Center, Schwimmbad, Hotel und Hangars sind perfekt für einen Fliegerurlaub.

 

Peter Marton, die gute ungarische Seele der EMPOA, hieß eine Mooney nach der anderen willkommen und winkte uns ein. Am Abend standen dann neun Maschinen auf dem Vorfeld. Birgit und Rainer Hutz hatten mit der Vorbereitung des Programms in Krk zu tun und kamen deswegen leider nicht nach Ungarn. Die Zimmer wurden bezogen und bereits am Nachmittag hatte man die schwere Wahl zwischen Nichtstun, Baden, Biertrinken oder Kutschfahrten. Abends gab's dann ein zünftiges Grillfest: die Mooniacs lernten sich untereinander kennen und auch mit dem Besitzer von LHJK, Gesa Vas, wurde ausführlich angestossen. Der ehemalige Kunststoffunternehmer ist selbst Kunstflieger und entpuppte sich als Aviatiker vom Feinsten, der die Aufgabe des Gastgebers perfekt ausfüllte.

 

Wieder einmal zeigte sich, dass vom ambitionierten Sichtflieger bis zum dutzendfachen Atlantiküberquerer alles dabei ist in unserem Club: das Schönste dabei ist, dass die Mooniacs zwar hoch und schnell fliegen können, aber mental „auf dem Boden geblieben" sind. Keine Spur von Angeberei oder Schnöseltum.

Fast schon zu früh klingelte am Donnerstagmorgen der Wecker zum Frühstück, das wir wieder im schönsten Sonnenschein genießen konnten. Um Punkt elf Uhr dann die Busabfahrt in den Puszta-Nationalpark bei Bugac. Die endlosen Weiten der trockenen Sandsteppe sind Heimat der Hirten, Mangalica-Schweine und des berühmten ungarischen Halbbluts. Mittels Pferdekutsche ging es auf einem Sandweg zu einem kleinen Museum und dem Puszta-Gestüt. Dort erlebten die Mooniacs die Vorführung erdgebundener Transportmittel, eben jenes ungarische Halbblut. Fasziniert waren wir alle vom Können von Roß und Reiter sowie dem Knallen der Peitschen.

 

Langsam meldete sich der Hunger und Peter Marton hatte mit der Bugaci Csarda ein weiteres Highlight auf dem Programm. Es war fast schon kitschig-schön, wie wir in diesem Restaurant unter alten Bäumen zusammensaßen und ungarische Spezialitäten kosteten. Staatsgästen geht es auch nicht besser und das ausgedehnte Mahl zog sich einige Zeit hin. Im Anschluß fuhren wir wieder nach Jakabszallas zurück, wo wieder Kutschfahrten möglich waren oder auch einfach ein wenig Zeit zum Ausruhen. Ein kleines Team machte sich mit Peters Bruder Juri auf den Weg zu einem Weingut und einer Schnapsfabrik, denn dort sollten gemeinsam mit Gesa Vas ein paar lokale Mitbringsel für die Piloten gekauft werden.

Auf dem kleinen Weingut machten wir zwar eine ausführliche Weinprobe, leider konnten wir aber nichts kaufen. Daher fiel die Shoppingrunde in der Schnapsfabrik eines bereits leicht angeheiterten Chefbrenners umso intensiver aus. Natürlich nicht, ohne vorher ausführlichst verkostet zu haben. Bei 50 Volumenprozent keine leichte Aufgabe! Schließlich wurde aber für jedes Pilotenteam eine Flasche lokaler Aprikosenschnaps sowie Pflaumenschnaps besorgt. Die kleine Antonia, bereits geübte Mooney-Nachwuchspilotin aus dem Hause Winkler, brachte die starken Souvenirs abends an die Crews. Peter Marton hatte für das Abschiedsessen kleine Urkunden vorbereitet, die uns noch lange an die Zeit in Jakabszallas erinnern werden.

 

Leider stand am Donnerstagabend auch ein nicht so schönes Thema im Raum: das Wetter. Denn für die Adriaküste war am Wochenende Regen und Gewitter angesagt. Die Entscheidung über Flug und/oder Alternativprogramm sollte am Freitagmorgen fallen. Vor allem die schlechten Vorhersagen waren es, die uns am Freitag zu einer Programmänderung zwangen. Möglicherweise wäre der Flug hin nach Kroatien machbar gewesen, doch der Aussicht auf drei Tage im Regen und eine unsichere Abreise über die Alpen standen die besten Prognosen für den aktuellen Aufenthaltsort in Ostungarn entgegen. Wir beschlossen daher, in Ungarn zu bleiben. In LHJK war das Aerohotel allerdings von einer Diamond-Gruppe ausgebucht. Als Alternativen standen Budapest, Debrecen und Szeged zur Auswahl. Wir entschieden uns nach ausführlicher Beratung für letzteres, das auch nur 20 Mooneyminuten entfernt lag.

Eine Entscheidung, die zehn Mooniacs mit vier Maschinen nicht bereuen sollten. Denn in Szeged war an diesem Wochenende High-Life angesagt: es war Fischsuppenfest! Die drittgrößte Stadt Ungarns liegt am Fluß Theiss kurz vor der rumänischen Grenze. Am Flugplatz, ganz offensichtlich ein Fallschirmspringer-Zentrum mit gepflegter 1100-Meter-Betonbahn, wurden wir freundlich begrüßt und gleich ins Hotel Mozart im Stadtzentrum gefahren. Direkt danach ging es gemeinsam zur Erkundung los. Szeged besteht größtenteils aus prachtvollen Jugendstilbauten, da die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts bei einer Überflutung fast komplett zerstört und danach wieder neu aufgebaut wurde. Außerdem ist es Heimat der ungarischen Paprika und der berühmten Pick-Salami.

„Halfesztival" bedeutet Fischsuppenfest und das gesamte Theiss-Ufer war voll mit Buden, Ständen und Bühnen. Sogar eine Wahl zur „Miss Fischsuppe" fand dort zur Freude der männlichen Mooniacs statt... Ein Besuch des Pick-Museums samt Verkostung von Paprika und Salami stand ebenfalls auf dem Programm, manch einer nutzte den Werksverkauf für ein paar leckere Mitbringsel.

Abends waren wir zum Essen in einem traditionell ungarischen Restaurant mit Blick auf den Fluß, einige besonders hartgesottene Mooniacs feierten danach noch bis morgens früh auf dem Fest mit.
Der Samstag stand dann bei eben diesen Mooniacs zuerst mal im Zeichen der Erholung. Dass wir dem lokalen Olasz-Riszling gut zugesprochen hatten, forderte seinen Tribut. Aber am Nachmittag waren dann auch Uwe Bieber und ich wieder fit und testeten direkt den Fluß Theiss als erfrischende Abkühlung zum Schwimmen. Gemeinsam ging es dann am späteren Nachmittag und Abend Richtung Eiscafé und Restaurant, bevor wir diese Reise im Innenhof einer netten Lounge ausklingen ließen.

Mit drei Taxis fuhren wir am Sonntagmorgen zum Flugplatz. Die Wetter-bedingungen hatten am Vorabend noch für Unsicherheit bei den non-IFR-Crews gesorgt. Doch es zeigte sich bereits beim Frühstück, dass ab Mittag überall Sichtflugbedingungen herrschen würden und größtenteils auch eine Reise „on top" möglich wäre. Mit kurzem Abstand hintereinander starteten die Maschinen mit ihren charakteristischen Leitwerken in den Himmel über Szeged und drehten auf Westkurs. Bis zum späten Nachmittag hatten alle ihre Ziele in Deutschland sicher erreicht.

Auch wenn es diesmal leider nicht zum geplanten Dreieck gereicht hat: die Mooniacs haben wieder einmal bewiesen, dass sie Fliegen und Freude perfekt miteinander zu vereinen verstehen. Und es gibt bereits Ideen für das kommende Jahr!
 

 

          David Kromka