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Wenn da nicht diese Grasbahn wäre... So oder ähnlich mögen viele Mooniacs gedacht haben, als sie unsere Einladung zum EMPOA-Tannkosh auf der Webseite gelesen haben. Keiner von uns will, dass seiner Speedmachine aus Texas etwas passiert und das tiefe Fahrwerk ist für alles mögliche gut, sicher aber nicht primär für den Einsatz auf unbefestigten Pisten konzipiert. Aber einige von uns fliegen regelmäßig auf Gras, kennen die Verfahren und haben keine Probleme damit.
Tannkosh, das legendäre Fliegertreffen in Tannheim, war dann aber für einige ein guter Grund, es doch einfach zu versuchen und die Landung auf der Wiese zu wagen. Aber der Reihe nach...
 
Anfang 2011 hatte ich die Idee, dass ein Mooney-Treffen im Allgäu eine interessante Sache sein könnte und sich die Chance bietet, dass man neben Fliegen auch noch was anderes machen kann: viele andere Flieger in der Luft und am Boden erleben, mit Gleichgesinnten Party machen und den Geist der Fliegerei erleben. Der EMPOA-Vorstand unterstützte den Vorschlag ebenso wie die „Chefin von Tannkosh“, Verena Dolderer. Wir haben die Ankündigung für das EMPOA-Tannkosh dann im Mai auf der Webseite scharfgeschaltet und Ende Juni kam die Buchungsfunktionalität hinzu. Was dann geschah, das übertraf alle unsere Erwartungen. Bis zum letzten Tag haben sich 30 Mooneys mit knapp 60 Teilnehmern angemeldet und 25 sind dann tatsächlich irgendwann während Tannkosh 2011 in Tannheim gelandet: manche für wenige Stunden, die meisten gleich für mehrere Tage. Es war das größte Typen-Fly-In in diesem Jahr und der Mooney-Spirit wurde nicht nur gelebt, sondern mittels unseres EMPOA-Zeltes, der Mooney-Fahnen und EMPOA-Beachflags auch weithin sichtbar gezeigt. Die Masse unserer „umgedrehten Leitwerke“ war ein beliebtes Motiv für viele Fotografen.
 
EMPOA-Urgestein Peter Marton war bereits zu Wochenbeginn mit seiner D-EMPE aus Ungarn gelandet und hatte den Platz gesichert. Wolfgang Oestreich kam gleich danach und ich konnte mich am Donnerstag mit unserer N252CG als Nummer Drei einreihen. Die Stimmung war prächtig, genauso das Wetter. Donnerstag war ein toller Anreisetag: nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Verkehr. Das Einordnen in die Platzrunde war einfach und man konnte mit präziser Speedcontrol sehr schön aufsetzen und mußte auch nicht stark bremsen, um die Landebahn 09 im äußersten Osten zu verlassen.
Unser EMPOA-Parkplatz war zwar nicht direkt an der Flightline und auch die Straße war für die Camper die ganze Nacht über zu hören. Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch, zumal es nur wenige Meter bis an die Bahn waren und die meisten Mooniacs mehr als einen Schlummertrunk zu sich genommen hatten. Einige Crews hatten die heimischen Spezialitäten dabei und so konnten wir ungarische Salami, hessischen Apfelwein, Alt vom Niederrhein, Wein, einen großen Karton voller Kekse und noch einiges andere mehr gemeinsam genießen.
 
Donnerstagnachmittag begann sich unsere Box dann langsam zu füllen und wir mussten anfangs noch einige Fremdtypen erfolgreich „vertreiben“, bevor uns die Tannkosh-Einwinker dann die Vergabehoheit über den Gesamtbereich übertrugen. Die Mooney-Konzentration wurde dichter. Ein besonderes Highlight war die Landung von Carol-Ann Garratt aus Florida, die bereits auf ihrer dritten Weltumrundung mit einer M20J ist und auch den Rekord für die schnellste einmotorige Weltumrundung hält. Carol-Ann hielt mehrfach Vorträge über ihren Rekordflug, mit denen sie auch Gelder für die unerforschte Krankheit ALS sammeln will. Wir haben uns besonders über Carol-Anns offene und freundliche Art gefreut, sie war eine große Bereicherung für unser EMPOA-Camp.
 
Gerd Koschmieder aus Brandenburg mit seiner D-EFAD sorgte für Bewunderung unter den anderen Mooniacs, als er ein (echtes) Mooney-Tattoo auf seinem Oberarm präsentieren konnte: diese Art der Liebe zur Maschine muß ihm erstmal jemand nachmachen. Abends auf der Terrasse sorgten dann schwere Transporthubschrauber der Bundeswehr mit einem tiefen Überflug ohne Licht für Überraschung und Begeisterung.
 
Der Freitag war wettermäßig genauso schön wie der Donnerstag und unser Mooney-Parkplatz wurde immer voller. Zahlreiche Flugvorführungen sorgten für Spannung und viele waren froh, daß sie im schattigen Zelt die eine oder andere Pause machen konnten. Einen Wermutstropfen erlebte unser Treffen am Freitagnachmittag, als eine Mooney aus Österreich auf den letzten Metern zur Parkposition beim Rollen in ein Mäuseloch einbrach und Bodenberührung mit dem Propeller bekam. Teile des Holzpropellers brachen ab und es wird wohl eine Shock-Loading-Inspektion geben. Glücklicherweise scheint bei Tannkosh eine Versicherung für solche Rollschäden zu existieren, wie die sichtlich schockierte Verena Dolderer zusicherte.
 
Freitagnacht war der Zeitpunkt, als der Regen kam – er sollte bis Samstagmittag andauern. Es hatte ein wenig „Woodstock“-Feeling, als die Mooniacs morgens aus den Zelten krabbelten und sich feucht und verfroren Richtung Frühstück machten. Hatten am Freitag noch sommerlich-heiße 33°C geherrscht, so waren es am Samstag nur noch 12°C: 20° Temperatursturz in rund 12 Stunden wollen erstmal verarbeitet werden. Carol-Anns Reisebericht im trockenen Vortragszelt war denn auch bestens besucht und die Mooniacs machten dort mit Stimmung das wett, was das Wetter zu wünschen übrig ließ. Gegen 14 Uhr begannen sich die Wolken wieder zu verziehen, die Wolkenlöcher wurden wieder größer und die Niederschläge verzogen sich. Spätestens beim Überflug des Airbus A380 Werksdemonstrators war auch wettermäßig wieder alles im Lot und einige weitere Mooneys landeten: die EMPOA-Piloten lassen sich eben nicht so schnell abschrecken.
 
Das Zelt war gerade bei den etwas kühleren Temperaturen ein beliebter Anlaufpunkt und diente zum geselligen Beisammensein, Vorbereitung auf die Party, aber auch zur Flugplanung. Eine dänische Crew ließ sich die besten Strecken über die Alpen erklären und immer wieder kam durch, welch freundlicher Haufen die Mooniacs denn sind. Es gab auch eine Autogrammstunde und Fotosession mit Carol-Ann, die zahlreiche Bücher an den Mann oder die Frau bringen konnte.
Nicht lumpen ließen sich die EMPOA-Mitglieder auf der großen Disco-Party „Rock im Hangar“: mehrfach schallten „Mooney Mooney“-Rufe durch die proppenvolle Halle und unsere Gruppe hatte – trotz Stehplätzen – einen tollen Abend. Vielen war klar, dass dies nicht das erste und letzte Mal gewesen sein sollte. Ideen wurden ausgetauscht, wie solche Mooney-Events auch in Zukunft derart erfolgreich werden können.
 
Da war es schon ein wenig traurig, daß es am Sonntag Richtung Abflug ging. Dafür zeigte sich der Himmel von seiner schönsten weiß-blauen Seite. Leider mussten wir wieder zusammenpacken. Gemeinsam wurden die Mooneys von Hand in Richtung Anlaßposition gezogen, um keinen weiteren Schadensfall auf den Parkflächen zu riskieren. Im Minutentakt wurde dann gestartet, eine Mooney nach der anderen hob ab – und überholte meistens recht flott die vorausfliegende Maschine. Sie sind einfach schnell, unsere Speedmachines!
 
Es war ein wunderschönes Treffen und in der EMPOA arbeiten wir bereits am Programm für ein ähnliches Highlight in 2012. Servus – bis bald!